Fett spielt bei der Entstehung von Übergewicht eine bedeutende Rolle: weil es viele Kalorien enthält, weil es vom Körper als Energiereserve bevorzugt wird und weil es im Vergleich zu Kohlenhydraten eine ungünstigere Verstoffwechselung aufweist. Höchstens 30% der Gesamtkalorien sollten in Form von Fetten zugeführt werden.
Doch Fett ist nicht gleich Fett. Besonders die gesättigten Fettsäuren, die aus Lebensmitteln tierischer Herkunft stammen, werden zu Depotfett umgewandelt. Tierische Fette sollten Sie auch meiden, weil sie die Cholesterinwerte im Blut erhöhen. Die ungesättigten Fettsäuren, die z.B. aus hochwertigen Pflanzenölen stammen, dienen dagegen als Bausubstanz neuer Zellwände. Es lohnt sich also, bei der Fettaufnahme etwas genauer hinzuschauen. Achten Sie auch auf die „versteckten“ Fette in Wurst und Fleisch, Süßigkeiten, Knabberzeug und Fertiggerichten!
Diäten, die nur die Gesamtenergie reduzieren und ausschließlich auf "Kalorienzählen" basieren, bringen langfristig wenig. Wer dagegen beim Essen Fett konsequent reduziert, hat gute Chancen, schlanker zu werden und vor allem auch zu bleiben! Allgemein gilt: Je mehr Gewicht Sie abnehmen wollen, desto geringer sollte der Fettanteil der Nahrung sein. Faustregel ist: Pro Tag nicht mehr als 1 g Fett pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.
So schwer ist ein "fettreduziertes Leben“ nicht: Für das Sättigungsgefühl ist Fett nicht zuständig - deshalb sättigt zum Beispiel Magerquark genauso gut wie Sahnequark. Gute Sattmacher sind Kohlenhydrate wie Gemüse, Obst oder Vollkornprodukte. Sie sind außerdem sehr voluminös. So hat man "viel auf dem Teller" und nicht das Gefühl, weniger zu essen als sonst.
Essen Sie statt fettreicher Salami oder Leberwurst lieber mageren Schinken. Auch Käse kann sehr viel Fett enthalten, doch gibt es zahlreiche fettreduzierte Sorten. Achten Sie auf mageres Fleisch – sichtbares Fett sollten Sie immer wegschneiden.