Erkrankungen der Prostata kommen insbesondere im höheren Lebensalter häufig vor.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie, BPH) beginnt etwa ab dem 45. Lebensjahr. Etwa die Hälfte aller Männer über 60 Jahre und nahezu alle Männer über 70 Jahre haben eine gutartige Vergrößerung der Prostata.
Im Gegensatz zum Prostatakrebs, der vorwiegend in der äußeren Zone der Prostata vorkommt, entwickelt sich die gutartige Vergrößerung hauptsächlich in der inneren Zone, das heißt in unmittelbarer Nähe zur Harnröhre. Aus diesem Grund kann es hier zu einer Einengung der Harnröhre und damit zu unterschiedlich ausgeprägten Problemen beim Wasserlassen kommen. Füllen Sie den Fragebogen aus, damit Sie dem Arzt Ihre Beschwerden möglichst genau schildern können.
Wenn es Anzeichen für eine Prostatavergrößerung gibt, wird Ihr Arzt spezielle Untersuchungen zur Beurteilung des Krankheitsbildes durchführen. Dazu gehören u. a. Untersuchungen der Prostata und die Bestimmung von PSA im Blut. PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen - eine Substanz, die nur von den Prostatazellen gebildet wird. Erhöhte PSA-Werte sind ein Hinweis auf krankhafte Prozesse. Je nach den Ergebnissen der Basisdiagnostik können weitere Untersuchungen von Blase und Nieren notwendig sein (z.B. Röntgenuntersuchung, Blasenspiegelung).
Bei milder Symptomatik wird der Arzt vielleicht zunächst abwarten und die weitere Entwicklung beobachten. In diesem Fall werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen vereinbart.
Der Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. Prostatakrebs tritt verstärkt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf. Im Frühstadium verursacht das Prostatakarzinom keine Beschwerden.
Im fortgeschrittenen Stadium können sich uncharakteristische Beschwerden zeigen. Knochenschmerzen, Hexenschuss- und Ischiasschmerzen resultieren zumeist bereits aus Metastasen (Absiedelungen von Krebszellen). Auch Schmerzen in der Prostata und Blut im Urin können auf Prostatakrebs hinweisen.
Beschwerden beim Wasserlassen sind eher typisch für die gutartige Prostatavergrößerung. Prostatakrebs wächst vor allem in der äußeren, dem Mastdarm zugewandten Seite. Deshalb kann selbst bei fortgeschrittenem Krebs das Wasserlassen noch unbeeinträchtigt sein. Dennoch muss jede Störung bei der Blasenentleerung ärztlich abgeklärt werden.
Nur wenn der Tumor noch keine Metastasen gebildet hat, ist eine Heilung möglich. Deshalb, und weil beim Prostatakarzinom frühe Symptome fehlen, sollten Männer ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.
Jeder Mann sollte ab dem 45. Lebensjahr jährlich die Prostata untersuchen lassen:
Die Behandlung des Prostatakarzinoms richtet sich vor allem nach dem Stadium der Erkrankung, aber auch nach dem Alter und der gesundheitlichen Verfassung des Patienten.
Eine Operation ist sinnvoll, wenn der Tumor noch nicht die Organgrenze überschritten hat. Dabei wird die Prostata komplett entfernt. Bei kleinen Tumoren kommt auch die Strahlentherapie zum Einsatz.
Wenn sich bereits Metastasen gebildet haben (Streuung des Tumors), ist eine Heilung nicht mehr möglich. Dann stehen die Eindämmung des Tumorwachstums und die Linderung der Beschwerden im Vordergrund.