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Arzt-Patienten-Gespräch

Das vertrauensvolle Gespräch von Arzt und Patient dient dem genauen Erfassen der Beschwerden und der Krankheitsgeschichte. Je besser und vollständiger der Patient seine Symptome und Probleme schildert, desto präziser kann der Arzt die Diagnose stellen. Es wurde deshalb ein Fragebogen entwickelt, der Patienten hilft, die Beschwerden besser zu beschreiben. Der Fragebogen sollte bereits ausgefüllt zum Arztbesuch mitgebracht werden.

Der Arzt wird die vollständige Krankheitsgeschichte erfragen. Frühere Erkrankungen (z.B. Hodenentzündungen) oder operative Eingriffe (z.B. am Darm) können gegebenenfalls die Hodenfunktion (und damit die Testosteronproduktion) beeinträchtigen. Der Arzt wird prüfen, ob Risikofaktoren vorliegen, die das Entstehen eines Testosteronmangels fördern. Dazu gehört eine Reihe von Allgemeinerkrankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente, aber auch eine ungesunde Lebensweise (Stress, übermäßiger Alkoholkonsum).

Da auch bestimmte Umweltgifte und Chemikalien die Hodenfunktion stören können, wird der Arzt sich nach möglichen Belastungen am Arbeitsplatz erkundigen.

Ein Testosteronmangel kann auch das Sexualleben empfindlich beeinträchtigen. Leider fällt es vielen Patienten schwer, über dieses Thema zu sprechen. Es ist aber wichtig, alle sexuellen Probleme offen anzusprechen, um den Arzt bei der Diagnosestellung zu unterstützen. Berichten Sie Ihrem Arzt über Ihre Libido (sexuelle Lust), Ihre Erektionsfähigkeit, Ihre Zufriedenheit mit dem Orgasmus, die Menge des Ejakulats (Samens), die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs bzw. der Selbstbefriedigung.

Bei gesunden Männern unterliegt die Testosteronbildung einer Tagesrhythmik mit Spitzenwerten am frühen Morgen. Wenn morgendliche Erektionen ausbleiben, ist dies möglicherweise ein Zeichen dafür, dass die Testosteronproduktion beeinträchtigt ist.