Durch Laboruntersuchungen wird zunächst der Testosteronspiegel im Blut festgestellt. Ein Testosteronwert zwischen 12 und 35 nmol/l gilt als normal. Eine Testosteronbehandlung ist angezeigt, wenn der morgendliche Testosteronspiegel unter 12 nmol/l liegt und Beschwerden vorliegen.
Wenn der Arzt eine Testosteronbehandlung in Erwägung zieht, wird er weitere Laboruntersuchungen veranlassen. Bei Patienten ab 45 Jahren gehört dazu die Überprüfung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA). Das PSA gibt Aufschluss über mögliche krankhafte Prozesse an der Prostata. Eine Testosterongabe führt nicht zur Entstehung von Prostatakrebs. Da das Prostatakarzinom aber zu den Sexualhormon-abhängigen Tumoren gehört, könnte ein bereits bestehender Tumor durch Testosteron zu weiterem Wachstum angeregt werden. Daher werden Testosteronpräparate bei Patienten mit Prostatakarzinom nicht angewendet.
Der Arzt kann weitere Blutuntersuchungen veranlassen, um die Leberfunktion und die Blutfettwerte zu überprüfen. Die Zahl der roten Blutkörperchen gibt zudem Auskunft über eine mögliche Anämie (Blutarmut). Die Anämie ist ein deutlicher Hinweis auf Testosteronmangel. Bei einer Testosteronbehandlung bessert sich die Anämie sehr schnell, so dass die Zahl der roten Blutkörperchen auch ein guter Gradmesser für den Behandlungserfolg ist.