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Beschwerden ernst nehmen

Fühlen Sie sich in letzter Zeit häufig lustlos, müde oder gereizt? Schlafen Sie schlechter als früher? Machen Sie sich Gedanken, weil sich Ihre Figur verändert, die Muskelkraft nachlässt und sich ein kleiner Bauchansatz entwickelt hat? Oder sind Sie unzufrieden, weil Ihr Sexualleben nicht mehr so prickelnd ist wie früher und Sie seltener Lust auf Ihre Partnerin haben?

Viele Männer „in den besten Jahren“ bemerken bei sich eine langsam nachlassende Vitalität, schieben ihre zunehmende innere Anspannung oder depressive Verstimmung aber auf den Stress im Beruf oder nehmen Rückenschmerzen und Gelenkprobleme resigniert als „normale Alterserscheinung“ hin.

Sind die Hormone schuld?

Dabei ist längst bekannt, dass Veränderungen im Hormonhaushalt bereits beim Mann ab 40 zu einer ganzen Reihe von körperlichen, psychischen und sexuellen Veränderungen führen können. Ein Mangel an Testosteron, dem wichtigsten männlichen Geschlechtshormon, führt eben nicht nur zu einer Beeinträchtigung des Sexuallebens, sondern kann das körperliche und seelische Wohlbefinden in vieler Hinsicht empfindlich stören. Anders als bei der Frau in den Wechseljahren tritt der Hormonmangel beim Mann nicht plötzlich auf, sondern entwickelt sich langsam und schleichend. Einen begrenzten Zeitraum, den man als Wechseljahre bezeichnen könnte, gibt es bei Männern nicht. Das macht es schwieriger, psychische und physische Veränderungen bewusst wahrzunehmen.

Wann ist mit einem Testosteronmangel zu rechnen?

Manche Männer bleiben bis ins hohe Alter hinein körperlich und geistig fit und sexuell aktiv, einige können sogar noch in vorgerückten Lebensjahren Kinder zeugen. Daneben gibt es Männer, die bereits in sehr jungen Jahren massive Beschwerden aufweisen, die definitiv auf ein Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS) zurückgeführt werden können. Eine große Gruppe bilden die Männer zwischen 45 und 65, die unterschiedlich viele Symptome und Beschwerden aufweisen. Welche dieser Veränderungen direkte Folge eines Testosteronmangels sind und welche hormonunabhängig auftreten, kann weitgehend durch medizinische Tests abgeklärt werden.

Kein Grund zur Resignation

Wenn Ihr allgemeines Wohlbefinden zu wünschen übrig lässt, die Gelenke zwicken, wenn Sie sich bei jeder Kleinigkeit aufregen oder nervös oder niedergeschlagen sind: Registrieren Sie diese Veränderungen und nehmen Sie sie ernst. Diese Symptome können ebenso auf einen Testosteronmangel hinweisen wie ein Nachlassen der Potenz und eine Abnahme des sexuellen Interesses. Das Gute ist, dass man die lästigen Symptome eines Testosteronmangels nicht tatenlos hinnehmen muss. Lassen Sie vom Arzt abklären, ob bei Ihnen ein Hormonmangel vorliegt. Ein Testosterondefizit kann heute sehr gut ausgeglichen werden, beispielsweise durch ein Gel, das jeden Morgen auf die Haut aufgetragen wird, oder durch Injektionen, die der Arzt etwa alle drei Monate verabreicht. Bei fast allen Männern mit Testosteronmangel und entsprechenden Beschwerden wirkt die Gabe von Testosteron sehr günstig und kann die unangenehmen Symptome beseitigen oder zumindest rasch und deutlich bessern.

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